Schulrowdys verprügeln Behinderten - Google Manager wegen Video zu Bewährungsstrafen verurteilt

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Bild (24.02.2010, 16:50) Auf Googles Videoseite war zwei Monate lang ein Video zu sehen, auf dem eine Gruppe von Rowdys einen behinderten Jungen misshandeln. Das autistische Kind wurde von seinen Mitschülern beschimpft und geschlagen. Ein Mailänder Richter hat nun drei Top-Manager des Google-Konzerns aus den USA zu 6-monatigen Bewährungsstrafen verurteilt. In der Begründung hieß es, dass ein menschenverachtender Clip zu sehen war und dieser nicht sofort gelöscht worden ist.

Die Staatsanwaltschaft argumentierte, dass das Video in der Liste der meistgesehenen Clips auftauchte und somit hätte bemerkt werden müssen. Der italienische Richter Oscar Magi folgte der Argumentation der Staatsanwaltschaft und machte die drei hochrangigen Manager (Datenschutzchef, Firmenjurist und Ex-Finanzchef) für eine Verletzung der Privatsphäre des misshandelten Opfers verantwortlich.

Google hat unmittelbar eine Berufung angekündigt. Derzeit wird anstößiges Material erst gelöscht, wenn Benutzer sich darüber beschweren. Auch im aktuellen Fall, habe man das Video nach einem Hinweis sofort entfernt.

Es darf damit gerechnet werden, dass der Schuldspruch weitreichende Folgen für Verantwortlichkeiten von Internetinhalten haben wird. Die konkrete Frage wird dabei sein, wie sehr und unter welchen Umständen die Betreiber von Internetseiten mit sog. User-Generated-Content, für eben diesen Content verantwortlich gemacht werden können.


Was meint Ihr? Ist es gerecht das die Google-Manager eine Strafe erhalten haben, oder liegt der Inhalt nicht in ihrem Verantwortungsbereich?

Foto: Ralf Lotys mehr aus Region

 

Kommentare

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schaut doch einfach vor die tür.
unsere gesellschaft wird doch immer stumpfer und assozialer!

NR. 31 | 24.02.10 | 22:06

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 offline, männlich

Der Mailänder Richter weiß ja natürlich auch sofort, wann eine Bombe in seinem Gebäude ist und entfernt diese sofort.

Man sucht einfach einen Schuldigen und nimmt dann einfach die reichen Knacker von Google.
Sperrt die Mitschüler weg, bringt den behinderten Jungen in eine Umgebung, in der er sich wohl fühlt und bringt mir nen Keks.

NR. 32 | 24.02.10 | 22:25

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einerseits stimmts schon, dass die das video haetten entfernen sollen, auch glaube ich net, dass sie nichts davon wissen, wenn es angeblich so viele klicks gehabt hat. jedoch muss die staatsanwaltschaft dies erst beweisen und nicht einfach so behaupten. ich kann mir zwar gut vorstellen, dass die google leute das video extra drin gelassen haben, jedoch ist dies nur spekulation

Lg

NR. 33 | 24.02.10 | 22:44

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 offline, männlich

ich glaube kaum dass die manager sich ständig anschauen, welches viedeo häufig angeguckt wird.
als hätten google manager nichts besseres zu tun als videos zu überprüfen.
das system, videos erst nach einer beschwerde zu löschen ist das einzig vernünftige, wenn man bedenkt wie viele stunden videomaterial JEDE SEKUNDE auf youtube und co hochgeladen werden. da kann keiner den überblick bewahren. durchaus können da filme auch jahre bleiben, ohne vorher bemerkt zu werden.

sicher muss das video gelöscht werden, wenn darauf von einem user hingewiesen wird, aber laut artikel wurde das ja auch sofort. nur kam der hinweis erst nach 2 monaten.
es wird keiner von google verlangen können, zig milliarden videos unter kontrolle halten zu können...

NR. 34 | 24.02.10 | 23:28

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Die Verantwortung für das Video tragen die Schüler...kann man sogar in den AGBs von Youtube nachlesen.
das die Menge an Videos auf Youtube net gerade überschaubar ist, sollte einem spätestens dann klar werden, wenn man die "Video melden" Option sieht.
Die hilft nämlich beim selektieren von schadhaften Inhalten, sagt man.

Naja, wenn ich demnächst in den Hausflur von dem Wohnhaus in dem ich lebe sch****e, sag ich meinen Nachbarn auch sie sollen den Vermieter anzeigen, dem gehört ja das Haus.

NR. 35 | 25.02.10 | 06:05

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 offline, männlich

recht hat er.. aber mal im ernst.. Muss es fuer alle verantwortliche geben, wie z.b. den manager? genauso wie die sachen mit dem gefällten baum der auf das kind gefallen ist.. Das war n unfall.. und der vater wird wegen fahrlässiger tötung angezeigt also das mit den rechten muss in deutschland echt noch anders werden.

NR. 36 | 25.02.10 | 08:04

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 Zitat:
[ ..man sucht einfach einen Schuldigen und nimmt dann einfach die reichen Knacker von Google.
Sperrt die Mitschüler weg, bringt den behinderten Jungen in eine Umgebung, in der er sich wohl fühlt und bringt mir nen Keks ]



NR. 37 | 25.02.10 | 08:38

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 offline, weiblich

ääh nöö. . .

o.o

NR. 38 | 25.02.10 | 08:49

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-ms
 offline, männlich

 Zitat:
schaut doch einfach vor die tür.
unsere gesellschaft wird doch immer stumpfer und assozialer!



ich schliesse mich an!

NR. 39 | 25.02.10 | 10:04

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 offline, männlich

Solche Videos sollten eigentlich überhaupt nicht auf solchen websites auftauchen. Jedes Video sollte von Mitarbeitern untersucht werden bevor es veröffentlicht wird. Aber Google versucht natürlich ohne Rücksicht auf menschenverachtendes Videomaterial, möglichst viele Videos auf ihrer Website zu zeigen, ganz einfach um Kohle zu scheffeln. Dass dabei die Menschenwürde in einigen Videos missachtet wird, spielt für genau diese Chefs doch überhaupt keine Rolle, solange es genügend Klicks gibt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es auf der Website tausende von Gewaltvideos usw. geben würde, wenn Google dadurch keine rechtlichen Konsequenzen zu tragen hätte. Die einzige moralische Richtlinie die diese Menschen haben, ist möglichst viel Geld zu machen und ich wette dass die sich kein Stück darum scheren mit welchen Mitteln das geschieht.

Daher glaube ich auch, dass das Video bei Google bekannt war, jedoch geduldet wurde, da es so viele Klicks gab (Klicks=Geld). Dafür nehmen die Leute wahrscheinlich auch die verhältnismäßig geringen Bewährungsstrafen in Kauf.

NR. 40 | 25.02.10 | 10:59

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... sehr fragwürdiges Urteil :/

Natürlich ist die eigentliche Handlung im Video und vor allem auch, dass dieses Video online gestellt wird absolut zu verachten, andererseits ist es nur logisch, dass solcher Content nicht unbedingt sofort auffällt. Was soll man auch machen, wenn tausende Videos hochgeladen werden. Die Meldefunktion ist nicht ohne Grund vorhanden und da das Material nach der Meldung umgehend entfernt wurde sehe ich also keinen Grund solch heftige Maßnahmen zu ergreifen.
Eine so extreme Kontrolle ist gar nicht menschenmöglich - und das Einstellen dieses Dienstes ergibt dann auch wieder einen Aufschrei. Wie man es macht, man macht es falsch

NR. 41 | 26.02.10 | 13:06

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Nicht die Manager, sondern der Konzern ist schuld und sollte 'ne deftige Geldstrafe von 800 Mio. $ oder ähnlichem kriegen. Bei einem teilw. Firmenwert von über 400 Mrd. ist das ja wohl noch machbar!!!


Normaler Weise würde ich auch sagen, dass sie eigentlich nichts daüfür können, wenn es aber unter den meistgesehen Viedeos auftaucht...naja...damit erübrig sich das.

Eine Frage noch: Wer guckt so was (sich gerne an) und gibt auch noch gute Bewertungen dafür? Und vorallem, wenn es eines der MEISTGESEHENEN Videos ist, dann hätten da doch eigentlich acuh am MEISTEN Beschwerden kommen müssen! Was mal wieder zeigt: Da draußen gibt es schon zu viele Gewaltbefürworter!

NR. 42 | 26.02.10 | 20:02

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