NRW: Scheitert Rot-Rot an Hartz-IV?

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Bild (09.03.2010, 11:01) Ein Tag ohne neue Hartz-IV-Debatte ist eigentlich schon eine Seltenheit. Nachdem zunächst Guido Westerwelle auf Bundesebene ein wenig Öl ins Feuer goss, wird nun in Nordrhein-Westfalen eifrig über Hartz-IV debattiert. Hartz-IV scheidet die Geister, lässt aus politischen Freundschaften Feindschaften entstehen und dabei wollen doch alle nur das Beste, oder?

Bis zur Landtagswahl in NRW sind es zwar noch einige Tage, aber bereits jetzt wird kräftig die Werbetrommel gerührt. Die Parteien versuchen das schlechte Image vergangener Wochen abzuschütteln und die Gunst der Wähler zurückzugewinnen. Wer in NRW regieren darf, der ist schließlich Herr über das Einwohnerstärkste Bundesland. Die SPD die auf Bundesebene derzeit eher weniger zu melden hat, hätte gemeinsam mit den Linken als Rot-Rotes Bündnis eine Chance in NRW an die Macht zu kommen. Doch jetzt scheint sich durch den Hartz-IV-Vorstoß von SPD Spitzenkandidatin Hannelore Kraft alles verändert zu haben. Die Linken sind sauer und wollen nicht mehr der SPD zusammenarbeiten, wenn die Hartz-IV-Logik schon von vorneherein feststehen würde.

Kraft hatte vorgeschlagen, dass Hartz-IV-Empfänger, die nicht in reguläre Arbeitsverhältnisse vermittelt werden können, die Möglichkeit erhalten sollten, auf freiwilliger Basis in Altenheimen oder Sportvereinen zu arbeiten. Diese freiwillige Tätigkeit solle dann besser bezahlt werden als die herkömmlichen Ein-Euro-Jobs. Wie viel mehr die Hartz-IV-Empfänger für diese Art von Jobs bekommen sollten, ließ Kraft jedoch offen. Der Kandidat der Linkspartei, Klaus Ernst, war empört über Krafts Vorschlag und wies daraufhin, dass es öffentliche Stellen für Langzeitarbeitslose nur zu ordentlichen Bedingungen geben dürfte.

Aufgrund von Krafts Äußerung sehen die Linken derzeit keine Basis für einen politischen Machtwechsel in NRW durch ihre Mithilfe. Ob die beiden Roten bis zum 9. Mai wieder zueinanderfinden bleibt sicherlich noch abzuwarten. Hannelore Kraft stellte noch einmal ausdrücklich klar, dass sie mit ihrer Aussage etwas anderes bezwecke als beispielsweise FDP-Mann Westerwelle, der sich für Arbeitszwang stark mache, sie hingegen wolle einen gemeinwohlorientierten Arbeitsmarkt schaffen. Es würde schließlich genug zu tun geben, so Kraft weiter, und zahlreiche Langzeitarbeitslose würden schließlich gern wieder arbeiten wollen.



Foto: claaser@flickr.com & javierrldn@flickr.com mehr aus Aktuell

 

Kommentare

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Wollen wir doch stark hoffen, daß Rot-Rot(-Grün) scheitert, egal woran. Aber eigentlich müßte man auch drauf hoffen, daß Schwarz-Gelb, Schwarz-Grün oder die sog. Jamaika-Koalition scheitert. Verdient haben es zur Zeit alle "großen" Parteien nicht, gewählt zu werden.
Aber vielleicht stellt PRO NRW ja mal ne Alternative dar...

NR. 31 | 10.03.10 | 07:33

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Ja, klar. Holen wir uns die Rechte in den Landtag...

NR. 32 | 10.03.10 | 07:58

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Also, da würd ich ja eher noch die Violetten oder eine ähnliche Partei bevorzugen. Eine unsinnigere, unpraktikablere und menschenunwürdigere Politik als es bei den Rechten üblich ist bekommt einfach keine andere Partei hin. Wie man in einem auf Export basierenden Land ohne wirkliche eigene Rohstoffe, ohne gut ausgebauten Billiglohnsektor (soll auch so bleiben) und dann eh in einer globaleren Zeit so etwas wählen kann hat sie doch nicht mehr alle.

NR. 33 | 10.03.10 | 08:58

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@matthias

da sieht man mal wohin man kommt, wenn man falsche Schlüsse zieht - den untergegangenen Diktator kannst Du Dir gern zusammen mit der BILD-Zeitung in den Mastdarm schieben und dort verankern.
Vielleicht stehst Du ja darauf, Dich von den Schlüsselindustrien verarschen und weiter ausbeuten zu lassen. Die Zerschlagung dieser Kartelle sind der Anfang dazu, Wirtschaft und Politik EFFEKTIV zu trennen. Nicht die paar Marionetten, die uns da in Berlin Demokratie vorspielen dürfen, entscheiden, was in diesem Staate passiert. Es sind Banken und Konzerne, die mit ihren gekauften Seilschaften diesen Staat zu einer Bananenrepublik gemacht haben, ihn lenken und seine Bürger ausbeuten.
DA muss man ansetzen um Veränderungen anzugehen, nicht bei der Frage, welches die größeren Kotzbrocken sind ....."SchwarzGelb/Schwarzrot/Schwarzgrün".............

NR. 34 | 10.03.10 | 17:18

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Ich meine aber nicht DEN Ditator...ich meine den anderen im Osten!

NR. 35 | 11.03.10 | 10:28

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 Zitat:
Ja, klar. Holen wir uns die Rechte in den Landtag...


Klar, die Rechten von der SPD

NR. 36 | 11.03.10 | 12:25

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